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Raiders Villach sind Meister der ZWEITEN Basketball Bundesliga 2017 | Kärntner gewinnen Finale #5 mit 96:80 | Marko Kolaric ist „Finals-MVP“

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Raiders Villach nach Comeback nun mit Momentum vor Krönung | Titelverteidiger St. Pölten ohne Andreas Bauch daheim unter Zugzwang

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Raiders schlagen Titelverteidiger UBC St. Pölten erneut nun mit 91:77 | Ausgleich in der „best-of-5-Serie“ (2:2) | Showdown am Donnerstag

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25 05 17 kolaricMarko Kolaric ist "Finals-MVP".

Die Raiders Villach (#4) sind Meister der ZWEITEN Basketball Bundesliga. Der Viertplatzierte aus der „regular season“ gewinnt das alles entscheidende 5. Finalspiel gegen UBC St. Pölten (#2) mit 96:80 – und entscheidet damit die „best-of-5“-Finalserie mit 3:2 für sich. Den Raiders gelang nach zwei Auftaktniederlagen der komplette Turnaround in der Serie. Mit drei Siegen am Stück machten sie die Titelverteidigung der Niederösterreicher zunichte. Villach gelang damit gleich beim ersten Finaleinzug der Vereinsgeschichte gleich der Gewinn der Meisterschaft. Zum „Finals-MVP“ – dem wertvollsten Spieler der Finalserie – wurde Center Marko Kolaric gewählt. Der ehemalige ABL-Legionär verpasste im Entscheidungsspiel mit 15 Punkten, 15 Rebounds und 8 Assists nur knapp ein „triple-double“.

Titelverteidiger UBC St. Pölten (#2) legten einen druckvollen Start hin, zwang die Raiders Villach (#4) anfangs zu vielen Ballverlusten, die prompt verwertet wurden. In den ersten fünf Minuten scorten die Niederösterreicher – angeführt von einem überragenden Martin Speiser (22 Punkte in Halbzeit eins, insgesamt 32 Zähler) 17 Punkte, Villach „nur“ 10. Doch dann stellten die Kärntner in der Defense auf eine 3-2-Zone um, brachten Eric Rhinehart – der gleich 8 Punkte am Stück scorte – und prompt war die Partie ausgeglichen. Mit 38:40 aus Sicht der Niederösterreicher ging es in die Pause. Aus dieser kam Villach enorm fokussiert: Ein baldiger 8:0-Run hievte den „Underdog“ erstmals zweistellig in Führung (47:59). Villach ließ dann nicht locker, stand weiterhin kompakt in der Zone – und machte offensiv immer wieder „big-plays“, meist gegen Ende der „shot-clock“. St. Pölten probierte viel, verlor aber zu oft den Ball (13 Turnover) und hatte schlussendlich nicht mehr das Momentum die Partie zu drehen. Villach war insgesamt die bessere Mannschaft: Dominierte in der Zone (44:22 „points-in-the-paint“) und traf deutlich hochprozentiger (54% zu 38%).

„Finals-MVP“ wurde von den Raiders Villach Center Marko Kolaric: Der Inside-Spieler war die komplette Finalserie hindurch die Konstante im Spiel der Raiders, machte im Schnitt 19,2 Punkte und holte 12,6 Rebounds. In Finale #5 krönte er seine Leistung mit 15 Punkten, 15 Rebounds und 8 Assists. 

24 05 17 tscherkashevaNatalia Tcherkasheva hat die Raiders voll im Griff.

Am Donnerstag fällt um 17.00 Uhr im Sport.Zentrum St. Pölten die Entscheidung im Kampf um den Meistertitel der ZWEITEN Basketball Bundesliga. Titelverteidiger UBC St. Pölten (#2) empfängt Herausforderer Raiders Villach (#4) zum alles entscheidenden Finale #5. Das vielzitierte Momentum landete die letzten Tage in Kärnten: Der vermeintliche Underdog schlug nach 0:2 in der „best-of-5“-Finalserie eindrucksvoll zurück, brach die Niederösterreicher in Finale #3 & #4 jeweils mit exzellenter Ballrotation und schaffte souverän den Ausgleich. Doch diese Ergebnisse sind nichts mehr wert, nur das Ergebnis aus Finale #5 entscheidet.

Viel wird an diesem Showdown von der Tagesverfassung abhängen, beide Teams kennen sich in- und auswendig, werden wohl kaum neue Varianten ausprobieren. Titelverteidiger UBC St. Pölten (#2) muss – wie schon im vierten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams – nicht nur auf Florian Pöcksteiner (Knöchel) sondern auch auf Andreas Bauch (Wade) verzichten. Vor allem das Fehlen von Bauch, im letzten Jahr noch Finals-MVP, war auswärts beim 77:91 in Finale #4 schmerzhaft – denn mit ihm, seinem gefährlichen Distanzwürfen, wäre aus dem Comeback im letzten Viertel vielleicht gar der Turnaround möglich gewesen. Doch die Raides Villach (#4) präsentierten sich erneut geschlossen stark, körperliche Verschleißerscheinungen wurden von den Österreichern kompensiert: Tim Huber und Luka Gvodzden brachten viel Energie und reichlich Punkte. Unter Headcoach Natalia Tcherkasheva, die bei einem Sieg ihren mittlerweile 17. Titel als Spielerin und Coach feiern könnte, präsentiert sich Villach – schon fast die gesamte Saison hindurch – gut organisiert. Sie hat es geschafft, die starken Legionäre und talentierte einheimische Spieler zu einem Kollektiv zu formen, das St. Pölten in den letzten beiden Begegnungen über weite Strecken dominierte. Doch der UBC weiß, wie das Villacher-Kollektiv zu knacken ist: Mit aggressiver, energischer Defense gegen die Ballführenden Spieler. Mit genau dieser Energie brachten sich Villach in Finale #4 nochmals gehörig ins Schwitzen – und schöpften Selbstvertrauen für die mögliche Titelverteidigung.

21 05 17 obermannHannes Obermann und der UBC muss ins Entscheidungsspiel.

Die Raiders Villach (#4) gleichen in der „best-of-5“-Finaleserie der ZWEITEN Basketball Bundesliga gegen Titelverteidiger UBC St. Pölten (#2) aus. Mit einem sicheren 91:77-Heimsieg stellen die Kärntner auf 2:2 – und erzwingen damit einen Showdown um den Meistertitel am Donnerstag in St. Pölten. Wie schon in Finale #3 war eine kompakte Zonen-Defense der Villacher für den regierenden Meister, der auf Andreas Bauch verzichten musste, unüberwindbar. Das neuerliche „break“ gelang Luka Gvodzden und seinen Raiders im dritten Viertel, das mit +10 gewonnen wurde (66:48 nach 3. Viertel). Von diesem Zeitpunkt an schien das Spiel entschieden, doch St. Pölten kam nochmals zurück: Mit viel Kampf und Aggressivität kam man auf 72:77 heran, ehe Villach das Ergebnis über die Zeit brachte – und die Entscheidung um den 2BL-Meistertitel 16/17 auf Donnerstag vertagte.

Beide Teams legten einen guten Start hin, agierten defensiv mit viel Nachdruck und offensiv variantenreich. Vor allem jenseits der Dreipunktelinie zeigten beide Mannschaften gutes Niveau. Bei St. Pölten war das Fehlen vom letztjährigen Finals-MVP Andreas Bauch, er verletzte sich im Anschluss an Finale #3 an der Wade, vorerst nicht bemerkbar. Tim Huber sicherte den Raiders mit guten Aktionen eine 21:17-Führung nach dem ersten Viertel. Im zweiten Viertel kommt St. Pölten ein wenig die Kreativität abhanden, Villach steht in der 3-2-Zone kompakt, hat die Defensivrebounds. Offensiv läuft der Ball durch viele Hände (34:26, 16 min). Der UBC hält sich durch Einzelaktionen im Spiel, bekommt aber von Villach das Tempo diktiert. Die Raiders kombinieren weiter gut, obwohl Luka Gvodzden bereits mit drei Fouls auf der Bank saß, bringen ein 39:31 in die Pause.

170519 FinzgarSimon Finzgar imponierte mit einem "double-double".

Die Raiders Villach (#4) melden sich im Kampf um den Meistertitel in der eindrucksvoll zurück. Die Kärntner dominieren das dritte Finalspiel beim UBC St. Pölten (#2) über die volle Distanz, gewinnen schlussendlich verdient mit 94:58. Damit verkürzen die Kärntner in der „best-of-5“-Finalserie auf 1:2. Villach war dem Titelverteidiger in allen Belangen überlegen: Nach einem phänomenalen Start (22:5) kontrollierte eine enorm fokussierte und auch abgebrühte Villacher-Mannschaft das Geschehen. St. Pölten fand nie einen Rhythmus, enttäuschte mit 29% Trefferquote aus dem Feld und 20 Turnover. Der 94:58-Auswärtssieg war gleichzeitig der erste Sieg der Villacher in St. Pölten überhaupt und ihr erster Sieg in einem Finalspiel.

Villach war St. Pölten in allen Belangen überlegen: Allein der Vergleich der Feldwurfquote spricht Bände, den die Raiders mit 54% zu 29% klar für sich beanspruchten. Getragen war das Villacher-Spiel von 27 Assists, mehr Rebounds (42:36) und phänomenalen 50% vom Dreipunkter. Simon Finzgar (14 PTS, 10 RB) zeigte ein „double-double“, Luka Gvodzden verteilte 11 Assists. Bei St. Pölten lief gar nichts zusammen: Der in den bisherigen beiden Spielen so dominante Martin Speiser kam bei 0/11 aus dem Feld lediglich auf 4 Punkte von der Freiwurflinie. Andreas Bauch war mit 18 Zählern Top-Scorer der Niederösterreicher. 

Mit dem Sieg erzwangen die Raiders Villach (#4) ein Finale #4 – ausgetragen am Sonntag um 17.00 Uhr in der MZH St. Martin in Villach. Auch dort stehen die Kärntner mit dem Rücken zur Wand, haben aber in der „regular-season“ ihr Heimspiel gegen den UBC gewonnen – und dem Titelverteidiger in Finale #2 alles abverlangt. Das viel zitierte Momentum scheint bei Villach, das aber erneut eine Energieleistung abrufen muss, um den Ausgleich zu schaffen. Sonst braucht man für das Duell am Sonntag wenig ändern – auch St. Pölten muss nur bedingt nachschärfen: Die Wurfquote wird wohl nicht nochmal so unterirdisch sein und bei einer durchschnittlichen Quote hat auch St. Pölten Trümpfe in der Hinterhand.

Livestream:

Direktlink: https://livestream.com/seq/events/7409648