Nicht ausnutzen konnten die Oberwart Gunners die Niederlagen ihrer unmittelbaren Konkurrenten um Rang 6, das sie im burgenländischen Derby gegen die UBC ökoStadt Güssing Knights unterlagen. Das SKY-Livespiel Gunners – Lions bringt nun am kommenden Montag mit hoher Wahrscheinlichkeit die Entscheidung um Rang 6. Die Knights können sich dahinter wieder Hoffnungen auf die Play-Off’s machen, ihr Rückstand auf St. Pölten beträgt nur mehr 4 Punkte.
Im Kellerduell setzten sich die kelag Wörthersee Piraten beim UBSC Raiffeisen Graz durch. Im Kampf gegen die Rote Laterne liegen nun alle Trümpfe bei den Piraten, der UBSC liegt jetzt doch schon 3 Siege zurück.
die Spiele im Detail:
WBC Raiffeisen Wels - BSC Raiffeisen Fürstenfeld Panthers
72:71 (57:58, 35:38, 23:21)
erstmals in dieser Saison können sich Davor Lamesic und der WBC gegen die Panthers (Desmond Penigar, links) durchsetzen
Von Beginn an liegen die beiden Teams Kopf-an-Kopf, es kommt zu vielen Führungswechseln, schließlich können die Gäste mit einem 3-Punkte-Vorsprung in die Pause gehen. Nach Wiederbeginn dreht Jason Conley für den WBC gehörig auf. Nach seinem spektakulären Dunk steht es 41:38 für Wels. Danach das gewohnte Bild, die Führung wechselt ständig, auch nach dem dritten Drittel haben die Panthers schließlich die Nase leicht vorne, jetzt nur mehr um einen Punkt.
Auch im Schlussabschnitt wechselt die Führung wieder mehrmals dann erspielt sich Fürstenfeld einen vier Punkte Vorsprung. Fields bringt die Welser mit einem Dreier wieder heran. Drei Minuten vor Spielende stellt Moore per Lay-up auf 66:69, die Panthers erhöht aber wieder. Rebound Meacham – Korb Conley – es steht 68:71. Knapp zwei Minuten sind noch zu spielen. WBC-Captain Fields zeigt vollsten Einsatz und erkämpft sich am Boden liegend den Ball. Er passt zu Moore, dieser weiter auf Conley und es steht 70:71. Fields bezahlt seinen tollen Einsatz mit Krämpfen in beiden Oberschenkeln, auch die Bauchmuskulatur krampft. Somit kann er die letzten Sekunden nur mehr von der Bank aus verfolgen. Und was er zu sehen bekommt, wird ihn seine Schmerzen vergessen lassen. Conley holt sich einen Defensivrebound, Meacham wird beim Dreierversuch gefoult. Die letzte Minute ist längst angebrochen. Von den drei Freiwürfen landen zwei im Korb, der WBC führt 72:71. Der WBC kann nun in der Defense das Spiel entscheiden. 4,8 Sekunden vor Schluss haben die Gäste nochmals Einwurf. Beide Coaches geben im Time-out die letzten taktischen Anweisungen. Bei 3,1 verbleibenden Sekunden erneut Einwurf für die Panthers. Doch der WBC bleibt in der Defensive kompakt und lässt keinen Korb mehr zu. Sieg für den Meister.
Stimmen zum Spiel:
Raoul Korner, Headcoach des WBC: „Im Prinzip hat das Spiel das gehalten, was es versprochen hat. Wir haben die Ruhe bewahrt und vor allem in den letzten zwei Minuten die richtigen Entscheidungen getroffen und die „Big Plays“ gemacht. Letztendlich hatten wir auch etwas Glück, aber angesichts des Spielverlaufs geht der Sieg sicherlich in Ordnung.“
Jay Youngblood, Spieler der Panthers: „Wir waren die bessere Mannschaft und haben mit Pech verloren. Wels ist nicht schlecht, aber nicht unbezwingbar. Durch unnötige Fehler haben wir am Ende das Spiel verloren.“
beste Werfer: Klette 21, Conley 17, Moore, Meacham je 9 bzw. Colwell 20, Penigar 16, Youngblood 11
Arkadia Traiskirchen Lions - Xion Dukes Klosterneuburg
70:73 (57:58, 46:37, 24:23)
Ersatzgeschwächte Dukes - Bobb, Hamidovic und Moric fehlten - gewinnen bei den Arkadia Traiskirchen Lions nach packendem Kampf in der Schlussphase mit 73:70.
Von Beginn an entwickelte sich eine rasante und flotte Partie. Danek auf Seiten der Lions und Creddle auf Seiten der Dukes trieben ihre Mannschaft an. Die Lions waren in dieser Anfangsphase meist aus Fastbreaks erfolgreich, Klosterneuburg punktete durch Suljanovic unter dem Korb oder Nagler bzw. Creddle aus der Distanz. Ein kurzzeitiger 7:0-Run der Lions brachte die zwischenzeitlich höchste Führung (17:10) für die Hausherren. In den Schlussminuten des ersten Viertels kamen die Gäste wieder näher heran - vor allem Suljanovic und Rachar sorgten für den Anschluss. Im zweiten Viertel ging es bis drei Minuten vor Schluss sehr ausgeglichen weiter. Dann folgte die stärkste Phase der Lions: Ein 11:0-Run brachte die Hausherren komfortabel in Front. In diesen Spielminuten funktionierte die aggressive Defense und leichte Fastbreakpunkte ebneten ein Plus 9 zur Pause. (46:37)
Im dritten Viertel kam dann der Run der Dukes - 14 Punkte der Gäste und keiner der Lions waren in den ersten 5 Minuten Realität. Die Lions wurden zu schweren Würfen gezwungen und vergaben leichte Punkte. Bei Minus 4 aus Sicht der Lions folgten wieder 6 Punkte in Folge - Paliashchuk und Skudrauskas scorten unter dem Korb. Von nun an entwickelte sich eine spannende und kampfbetonte Auseinandersetzung. Es wog ständig hin und her - Defense war Trumpf und trotzdem scorten beide Teams. Lukas Sallomon stellte mit zwei Freiwürfen auf Plus 1 für Klosterneuburg 30 Sekunden vor Schluss. Im nächsten Angriff der Lions scheiterte Kevin Houston und Ramiz Suljanovic scorte aus dem Fastbreak. Benni Daneks Wurf in der letzten Sekunde drehte sich aus dem Ring.
Stimmen zum Spiel:
Christopher Käferle, Pressesprecher der Lions: „Unser junger Kader war dem großen Druck heute nicht gewachsen. Mit solch einer Wurfquote ist es schwer zu bestehen. Jetzt fahren wir zum Entscheidungsspiel nach Oberwart und müssen um jeden Preis gewinnen.“
Werner Sallomon, Headcoach der Dukes: „Wir haben heute eine kampfstarke und willensstarke Klosterneuburger Mannschaft gesehen, die die Ausfälle sehr gut kompensiert hat. Wir hatten heute nur eine Schwächephase und diese Gott sei Dank gut überstanden.“
beste Werfer: Houston 15, Dilys 12, Roderick 11 bzw. Nagler 25, Suljanovic 21, Rachar 9
Oberwart Gunners - UBC ökoStadt Güssing Knights
79:91 (57:62, 40:44, 19:26)
Mehr als 1100 Basketballfans lassen es sich nicht nehmen, noch vor den Semesterferien das Burgenlandderby in Oberwart mitzuerleben. Die Stimmung ist dementsprechend von Sprechchören beider Fanlager bestimmt. Die Gunners liegen nach 2 Minuten erstmals in Führung (7:5). Die Knights lassen natürlich nicht locker. Sie arbeiten sehr hart unter dem Korb und treffen auch von außen. Nach 6 Minuten liegen sie mit 13:14 vorn. Die Gunners finden kein Konzept gegen die konsequente Verteidigung. Mit einem ansehnlichen Vorsprung für die Knights geht es in die erste Pause.
Nach Wiederbeginn läuft es für die Gunners zusehends besser. Sie suchen den Weg unter den Korb und verbessern die Defensivarbeit. Vor allen David Grbesic kann Jonathan Levy immer wieder gut in Position bringen. Als Hannes Artner nach fünf Minuten die Gunners mit zwei Dreiern in Serie auf 37:37 heranbringt, ist wieder alles offen. Die Gunners gehen danach in Führung, doch die Knights gleichen ihrerseits wieder aus. Francois bringt die Knights 2,5 Minuten vor der Sirene mit einem Dreier in Führung. Zum Halbzeitstand von 40:44 punktet Jandrasits mit einem Layup.
Den Gunners gelingt es im 3. Viertel nicht, zu den Knights aufzuschließen. Drei Minuten vor dem Viertelende liegen die Knights bereits 51:58 voran. Paez und Artner (Fastbreak) verkürzen auf 55:58. Statt weiter zu verkürzen, bleibt Levy bei Freiwürfen erfolglos. Heard und Francois stellen auf den Viertelendstand von 57:62. Zum Start des Schlussabschnittes punkten wieder die Gäste und die Gunners laufen dem Rückstand hinterher. Grbesic und Paez bringen die Gunners mit Korblegern abermals heran, es steht 61:64 nach einer Spielminute im letzten Viertel. „Attacke“ hallt es jetzt von den Rängen der Gunners-Fans. Nach zwei Minuten muss jedoch Ochsenhofer mit dem 5. Foul auf die Bank. Punkte bleiben die Gunners schuldig und spielen nur noch Einzelaktionen statt Teamplay. Die Knights bringen ihren Vorsprung in imposanter Weise über die Zeit. 90 Sekunden vor dem Ende steht es 72:81. Das Spiel ist (längst) entschieden.
Stimmen zum Spiel:
Andreas Leitner, Manager der Gunners: „Meine Geduld ist zu Ende. So kann es bei uns nicht weiter gehen. Das war alles andere als Basketball, was unser Team heute gezeigt hat.“
Gery Vogler, Headcoach der Knights: „Das viele Lehrgeld der letzten Spiele haben wir heute zurückbekommen.“
beste Werfer: Paez 25, Levy 18, Johnson 11 bzw. Francois 32, Richards 25, Heard 14
UBC St. Pölten - Kapfenberg Bulls
69:83 (54:63, 39:41, 22:27)
Nach sehr guten 25 Minuten des UBC St. Pölten übernahm Kapfenberg dann die Kontrolle über das Spiel und holte sich den Sieg. Im Spiel gab es 5 Führungswechsel und je ein 7:0 Lauf für beide Teams. Kapfenberg startete das Spiel sehr effizient mit 7 Dreiern gleich im ersten Viertel, 3 davon traf Nelson. Bei St. Pölten war Kohlmaier unterm Korb nicht zu stoppen und er hatte 5/5 aus dem Feld (inkl. einem Dreier). Im zweiten Viertel holte der UBC auf, die Wurfstärke der Bulls ließ stark nach. Nun auch Poiger mit starkem Zug zum Korb sehr aktiv. Zur Halbzeit war die Turnoverzahl bei beiden Teams ausgeglichen (je 7).
In der zweiten Halbzeit dann der UBC mit dem 7:0 Lauf und einer Auszeit von Coach Schrittwieser nach dem 51:51 Ausgleich. Danach übernahmen die Gäste Schritt für Schritt die Kontrolle über den Spielverlauf. 4 Blocks allein im dritten Viertel von den Bulls. Nelson und Woschank mit ausgezeichnetem Playmaker-Spiel. Kapfenberg ließ sich diese Führung auch im letzten Viertel nicht mehr nehmen und beendete das Spiel mit einem verdienten Sieg.
St. Pölten war trotz des Ausfalls von Schreiner lange Zeit sehr gut im Spiel, hauptsächlich Martin Kohlmaier zu verdanken, welcher 24 Punkte scorte und sich 9 Rebounds holte, mit 57 % aus dem Feld und 7/8 von der Freiwurflinie. Kapitän Speiser ebenso sehr effizient mit 14 Punkten und 7 Rebounds. In den Stats der Bulls erkennt man, dass es ein klarer Teamsieg war, denn die Mannschaft hatte 101 Efficiency Punkte, verlor zwar das Reboundduell, hatte dafür aber mehr Assists, Steals und ganze 7 Blocks, bei einer Dreierquote von 40%. Bester Mann bei den Gästen war Point Guard Armin Woschank mit 18 Punkten, 8 Rebounds und 6 Assists. Zusammen mit Kevin Nelson brachten die Guards ihre Spieler in sehr gute Wurfpositionen, vor allem unterm Korb. Nelson hatte 13 Punkte, 6 Assists und 2 Blocks.
Stimmen zum Spiel:
Hubert Schreiner, Headcoach des UBC: „Drei Viertel lang spielten wir ganz okay. Ich bin zufrieden.“
Michael Schrittwieser, Headcoach der Bulls: „Wir haben über weite Strecken dominiert, obwohl das Spiel ab und zu nicht sehr schön war.“
beste Werfer: Kohlmaier 24, Speiser 14, Worenz 9 bzw. Schachtner 19, Woschank, Kügerl je 18
UBSC Raiffeisen Graz - kelag Wörthersee Piraten
66:72 (46:53, 31:35, 15:9)
Den Aufwurf gewann der UBSC, Klagenfurt begann sehr nervös, 7:0 führte Graz nach 4 Minuten. Und das bei gut gefüllten Zuseherrängen, zwei Drittel Grazer Fans und eine lautstarke Kärntner Abteilung sorgten für eine tolle Stimmung in der Unionsporthalle. Mit 15:9 gingen die Teams in die Viertelpause. Neo-UBSC Spieler Pesic sorgte für einen Grazer Lauf. 27:17 führten die Grazer, Mahalbasic und Samuel Bachlechner mit einigen Dreier brachte nach 18:40 Minuten die erste Klagenfurter Führung mit 29:30. Die Piraten bauten daraufhin die Führung immer mehr aus. Graz kam dank stärkerer Defensive in den letzten Minuten noch heran. 66:68 mit 42,8 auf der Uhr, Timeout von Wörthersee. der Angriff bringt nichts, Graz macht einen Fehlpass, foult Matchwinner Bachlechner, der beide Freiwürfe zum 66:70 trifft. Noch 5,3 Sekunden zu spielen wieder ein Turnover bei Graz, 66:72 ist der Endstand.
Stimmen zum Spiel:
Hannes Simenko, Pressesprecher des UBSC: „Eine gute Leistung die leider nicht belohnt wurde. Sieben Punkte zu wenig.“
Nenad Videka, Assistant-Coach Piraten: „Ein intensives Spiel, unsere bessere Defensive ab dem 2. Viertel brachte den Sieg.“
beste Werfer: Pesic 22, Allen 12, Forrestal 8 bzw. Mahalbasic 31, Sattler 15, Bachlechner 12
BasketClubs Vienna - Allianz Swans Gmunden
65:73 (45:49, 28:30, 13:18)
In der 20. Runde der ADMIRAL Basketball Bundesliga geht der Erfolgslauf für die Gmundner weiter. Sie gewinnen nach hartem Kampf mit 73:65 bei den Basketclubs Vienna, die ihrerseits mit einem aggressiven und mitreissenden Spiel zu einem spannenden Match beitragen. Dass es für die Wiener nicht ganz zur Sensation reicht, liegt erstens am Gegner und zweitens an den zu viel vergebenen Chancen in den Entscheidungsphasen. Im ersten Viertel starten die Gäste besser und vor allem treffsicherer in das Match. Drei 3er in Folge und viele Turnovers bei den Wienern bringen die Gmundner mit bis zu 7 in Front. Das Viertel endet mit 18:13 für die Gäste. Das zweite Viertel starten die Swans auch gleich mit einem Dreier. Die Wiener kämpfen toll zurück und kommen mit einem 9:0 Run wieder heran, unter anderem mit dem 1. Dreier der Wiener durch Hallett. Die Clubserer führen kurz mit 24:23, bis die Swans abermals einen Dreier versenken. Die Wiener bleiben dran und gehen nur mit 28:30 in die Halbzeit.
Im dritten Viertel liegen die Swans mit dem besseren Start mit 41:35 vorn, bis die Clubs mit Dunks, Blocks zurückkommen und noch auf 45:45 ausgleichen. Die Swans beweisen abermals Finisherqualitäten, allen voran Mr. Mayes, und bringen das Viertel mit Vorsprung heim. im letzten Viertel starten die Wiener besser und gleichen ein letztes Mal auf 49:49 aus. Danach geht es mit leichten Vorteilen für die Gäste hin und her, die Clubs vergeben bei 63:68 zwei Freiwürfe und kommen nicht mehr an die Swans heran.
Stimmen zum Spiel:
Aaron Mitchell, Headcoach der BasketClubs: „Wir haben heute ein sehr großen Schritt nach vorne gemacht und dem ganzen Land bewiesen, dass wir mit den Topteams mithalten können.Aber um solche Teams zu schlagen, müssen wir Extradinge machen und das haben wir heute nicht gemacht.“
Mathias Fischer, Headcoach der Swans: „Glückwunsch an die Wiener. Sie haben uns mit ihrem aggressiven Spiel sehr gefordert. Wir haben im 4. Viertel zum Glück unseren Rhythmus gefunden und unsere Würfe getroffen. Aber wir haben sehr lange sehr hart fighten müssen.“
beste Werfer: Anderson 21, Hallett 17, Payton 10 bzw. Mayes 22, Gabsys 13, Oppland 11