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ein harter Arbeitstag für die Cupfinalisten: Niederlage von Kapfenberg, Fast-Sensation in Gmunden
Fünf Spiele seit dem vorletzten Donnerstag, dem müssen die CHEVROLET-Cup-Finalisten momentan in der Meisterschaft der ADMIRAL Basketball Bundesliga offenbar Tribut zollen. Die Kapfenberg Bulls unterliegen im Topspiel des Tages zu Hause den Xion Dukes Klosterneuburg, die in ihrem sechsten „Close Game“ zum sechsten Mal erfolgreich bleiben. Und das zum zweiten Mal in Folge ohne das Spielertrio Curtis Bobb, Marko Moric und Damir Hamidovic. Und die Allianz Swans Gmunden sind ganz knapp davor, auf der falschen Seite der bisher größten Sensation in der laufenden ABL-Meisterschaft zu stehen. Der punktelose Tabellenletzte UBSC Raiffeisen Graz geht mit einem 7-Punkte-Vorsprung ins letzte Viertel am Traunsee, wo die Schwäne den Spieß gerade noch umdrehen können.




Souverän das Spitzenduo: Die BSC Raiffeisen Fürstenfeld Panthers zu Hause gegen die BasketClubs Vienna und der WBC Raiffeisen Wels bei den UBC ökoStadt Güssing Knights. Schließlich holt sich der UBC St. Pölten einen wichtigen Erfolg bei den kelag Wörthersee Piraten und kann seinen Rang unter den Top-8 damit absichern.



der einundzwanzigste Spieltag im Detail:



Kapfenberg Bulls - Xion Dukes Klosterneuburg

62:64 (51:50, 33:34, 17:22)



(c) pictorial/M. Filippovits
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die Dukes (Dennis Soldo, rechts) bleiben die Spezialisten für knappe Begegnungen, dieses Mal sind die Bulls (Branimir Josipovic) ihr Opfer

Ins Heimdebüt von Ante Dugum starten die Kapfenberg Bulls gut. 14:8 liegen Knabl und Co in Front, ehe die Wurfflaute ihren Anfang nimmt. Nach einem 12:0 Lauf der Gäste 14:20 zurück, geht es bei 17:22 in den zweiten Abschnitt. Die Bulls holen zwar auf, schaffen in Minute 14 durch Heinz Kügerl sogar den Ausgleich (26:26), insgesamt ist man den Dukes aber immer einen Schritt hinterher. Bei 33:34 geht es in die Kabine.

Was die Hausherren mit dem Außenwurf nicht entscheiden können, versuchen sie nun über harte Arbeit auszubessern. In den Schlussminuten des dritten Viertels gelingt es Armin Woschank und Momo Lanegger tatsächlich noch, mit je einem Drei-Punkte-Spiel den Spielstand zu drehen. 51:50 lautet der Score vor dem entscheidenden Viertel. Symptomatisch für die Begegnung dauert es volle 5 Minuten und 20 Sekunden (!), ehe der erste Korb aus dem Spiel heraus fällt (Lukas Sallomon für die Dukes zum 53:52). Nach einem Steal gelingt den Bullen acht Sekunden vor Spielende der 62:62 Ausgleich, doch trifft auf der Gegenseite Melvin Creddle (62:64). Ein Notwurf aus der Distanz verfehlt sein Ziel, Kapfenberg muss sich geschlagen geben.

Stimmen zum Spiel:
Michael Schrittwieser, Headcoach der Bulls:
„Erstaunlich, dass man mit so einer Wurfausbeute ein Spiel fast noch gewinnen kann. Kämpferisch kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“
Werner Sallomon, Headcoach der Dukes: „In Anbetracht unserer personellen Situation war es ein sensationelles Spiel.“

beste Werfer: Woschank 11, Nelson, Kügerl je 10 bzw. Suljanovic 13, Creddle, Nagler je 12




UBC ökoStadt Güssing Knights - WBC Raiffeisen Wels

54:89 (40:68, 28:48, 8:25)


Wels beginnt mit Vollgas - die Knights verfallen vorerst in eine Art Schockzustand. Die aggressive Verteidigung der Welser macht den Knights schwer zu schaffen. Es bleibt Richards & Co. kein Zentimeter Raum, um Offensiv ins Spiel zu finden. Der Stand von 8:25 nach 10 Minuten verdeutlicht das.Im 2. Vierten können sich die Knights ein wenig an den Welser Spielstil anpassen. Die Oberösterreicher streuen ein paar Fehlwürfe ein und für Güssing läuft es im Angriff nun minimal besser. Das Viertel verläuft ein bisschen ausgeglichener als das erste (20:23). Die zweite Halbzeit verlief ähnlich wie die erste. Die Ritter wehrern sich weiterhin, doch gegen die Welser Kompaktheit ist kein Kraut gewachsen. Gery Vogler lässt sehr früh seine jungen Österreicher zum Zug kommen. Der WBC war in dieser Saison der bisher stärkste Gegner, den die Zuseher im Aktivpark zu sehen bekamen.

Stimmen zum Spiel:
Gery Vogler, Headcoach der Knights:
„Wir haben am Anfang leider charakterlos, fast überheblich agiert. Dafür wurden wir am Ende bestraft.“
Raoul Korner, Headcoach des WBC: „Wir waren aufgrund Güssings letzten Ergebnisse vorgewarnt. Wir starteten mit vollster Konzentration, nur so war so ein deutlicher Erfolg möglich.“

beste Werfer: Francois 21, Heard 18, Richards 5 bzw. Klette 23, Conley 18, Nelson 16




kelag Wörthersee Piraten - UBC St. Pölten

63:73 (46:58, 30:35, 12:25)



Die Piraten von Beginn an in der Defense viel zu unbeweglich. Die Gäste nutzen so etliche leichte Chancen zu Korberfolgen. Und sie zeigen den Piraten wie aggressive Verteidigung funktioniert. 12:25 nach 10 Minuten für die Gäste. Und das völlig verdient. Nach kurzer Zeit in Viertel 2 besinnen sich die Piraten Gott sei Dank ihrer Stärken. Sie gehen aktiver zu Werke und können den Rückstand kontinuierlich bis zur Halbzeit auf 5 Punkte reduzieren. Und es wäre bis dahin sogar noch mehr drinnen gewesen. Im 3. Viertel zerfallen die Piraten nach wenigen Minuten. Es wird unkontrolliert und kopflos gespielt. Die Gäste haben eigentlich leichtes Spiel. Und können den Vorsprung locker ausbauen. Augenscheinlich die letzte Aktion im 3. Viertel. Statt aktiv zu verteidigen, wird nur zugesehen und David Jandl hat kein Problem mit der Schlusssirene einen Dreier zu verwerten. Die Piraten bemühen sich wirklich und geben alles. Aber sie verkrampfen immer mehr und von einem Offensivspiel ist keine Rede mehr. Einzig Davor Sattler ist in der Lage zu scoren. Das ist halt leider zu wenig. Die Gäste siegen verdient.

beste Werfer: Sattler 26, Mahalbasic 19, Schaal 9 bzw. Poiger, Kohlmaier je 17, Jandl 16




BSC Raiffeisen Fürstenfeld Panthers - BasketClubs Vienna

75:56 (60:34, 38:22, 22:7)


Die ersten Minuten wurden von den Panthers dominiert. Nach drei Minuten führten die Heimischen bereits mit 11:2. In dieser Tonart ging es auch bis zum Ende des ersten Viertels weiter und mit 22:7 ging es in die erste Pause. Im zweiten Viertel fanden die Wiener besser ins Spiel und bei den Panthers waren viele unnötige Turnover zu sehen. Bis auf 29:20 konnten die Gäste verkürzen, doch durch ein Technisches Foul gegen die Bank zogen die Panthers sofort wieder auf +14 davon und zur Halbzeit führten die Panthers mit 38:22. Im dritten Viertel fiel die endgültige Entscheidung für die Panthers, sie konnten auch dieses Viertel gewinnen und nach 3 Vierteln stand es bereits 60:34. Im Schlussviertel änderte sich nichts mehr am Spiel und die Panthers siegten am Ende mit 75.56.

Stimmen zum Spiel:
Karl Sommer, Geschäftsführender Präsident der Panthers:
„Es war heute ein eindeutiger Sieg. Phasenweise hat etwas die Konzentration gefehlt doch der Sieg stand nie in Frage.“
Aaron Mitchell, Headcoach der BasketClubs: „Wir waren heute zu soft, um in Fürstenfeld eine Chance zu haben. Nach einer guten Vorbereitungswoche auf das Spiel gegen Gmunden war heute nicht mehr möglich.“

beste Werfer: Penigar 27, Youngblood 21, Burnette 9 bzw. Anderson, Gaines je 12, Gunka 7




Allianz Swans Gmunden - UBSC Raiffeisen Graz

77:72 (56:63, 42:39, 17:25)



Die Gäste müssen auf den erkrankten Damir Zeleznik verzichten, auch ohne ihn können sie mehr als ausgezeichnet mithalten. Und das vor allem aus 2 Gründen: Erstens sind sie lange vom Dreier makellos (die ersten 7 Versuche finden ihr Ziel). Und als sie dann weniger treffen, erarbeiten sie sich jede Menge von zweiten Chancen – am Ende gelingt es den Gästen, fast so viele Offensiv- (13) wie Defensivrebounds (14) zu holen. Damit können sie mit einer klaren Führung in die erste Viertelpause gehen und im zweiten Abschnitt auf 24:33 (13.) erhöhen. Dann wird das Spiel der Gmundner vorne und hinten endlich besser, das resultiert in einem 12:0-Lauf zum 36:33 (16.), ein Vorsprung den Schwäne bis zur Halbzeit halten.

Das dritte Viertel startet mit einem Gmundner Korb, dann folgt aber ein 9:0 der Gäste zum (44:50, 25.). Dank eines Buzzer-Beater-Dreiers von Mihaijlo Pesic gelingt es ihnen sogar, einen 7-Punkte-Vorsprung ins Schlussviertel mitzunehmen. Und dort erhöhen sie gleich einmal auf +9, alle Alarmsignale bei den Hausherren stehen schon längst auf Rot. Dann wird es aber wieder enger für die Gäste (60:65, 32.). Vor allem auch auf der Foulanzeige, Christoph Knor begeht in dieser Phase sein viertes Foul und gesellt sich damit zu seinen Teamkollegen Reinhard Lanegger und Anton Maresch. Vielleicht mit ein Grund, dass sie es zulassen müssen, dass die Schwäne fünfeinhalb Minute vor dem Ende wieder in Führung gehen (68:67). In der gleichen Minute antwortet der UBSC zum 68:69. Es folgen zwei Freiwürfe von DT Mayes und ein Dreier von Vilius Gabsys zum 73:69 mit 4 Minuten zu spielen. Danach geht 2 Minuten lange wenig, nur die Gäste verwerten einen Freiwurf zum 73:70. Erst in der 39 Minute erhöht Ian Boylan auf 75:7, Marcus Allen verkürzt postwendend auf 75:72. Dann wieder je ein korbloser Angriff, 34,7 Sekunden vor dem Spielende erhalten die Swans nach dem fünften Foul von Reinhard Lanegger neue 24 Sekunden. Und die kann Deteri Mayes mit seinem Korb zum 77:72 13,6 Sekunden vor dem Ende nutzen. Das ist die Entscheidung in dieser Begegnung, in der verbleibenden Spielzeit gelingt den großartig kämpfenden und gut spielenden Gästen kein zählbarer Erfolg mehr.

Stimmen zum Spiel:
Bernd Wimmer, Assistant-Coach der Swans:
„Nach fünf Spielen in 10 Tagen hat man heute die geistige Müdigkeit gemerkt. Gott sei Dank haben wir auf Grund eines starken vierten Viertels doch noch gewonnen.“
Pure Radomirovic, Headcoach des UBSC: „Zuerst Gratulation an Gmunden, sowohl für das Spiel heute als auch für den Cupsieg. Gmunden hat eine gute Mannschaft. Aber wir haben heute gut gespielt – jetzt kommt unsere Zeit!“

beste Werfer: Boylan 21, Mayes 20, Gabsys 12 bzw. Knor 21, Pesic 18, Allen 13
 
ÖBL
http://www.oebl.at
erstellt am 06.02.2010



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