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08 10 17 nelsonhenryDarien Nelson-Henry mit "double-double": 36 Punkte, 20 Rebounds.Die Arkadia Traiskirchen Lions haben das erste „Niederösterreich-Derby“ der ADMIRAL Basketball Bundesliga gewonnen. Ein erneut entfesselter Benedikt Danek (28 PTS, 9 AS) sicherte – nach zweimaligem Rückstand von zehn Punkten – den verdienten 82:76-Sieg über die Klosterneuburg Dukes. Die Swans Gmunden haben daheim den BC Hallmann Vienna mit 88:63 abgefertigt. Schon in der ersten Halbzeit kontrollierte ein starkes Gmundner-Kollektiv die Wiener Routiniers, hielt sie in den ersten 20 Minuten auf „nur“ 21 Punkten. Vizemeister Oberwart Gunners – in der ersten Runde noch spielfrei – hat die Saison mit einem 95:85-Heimsieg über den UBSC Raiffeisen Graz begonnen. Die Burgenländer gewannen gegen die Steirer damit auch das 16. Heimspiel in Folge und bleiben daheim gegen Graz ungeschlagen.


Die Arkadia Traiskirchen Lions gewinnen auch ihr zweites Spiel der Saison. Die „Löwen“ sicherten sich mit einem 82:76 das „Niederösterreicher-Derby“ gegen die Klosterneuburg Dukes. Dieser Sieg bringt der Mannschaft von Headcoach Zoran Kostic den besten Saisonstart seit acht Jahren. Die Lions konnten letztmals in der Saison 2009/10 die ersten beiden Spiele gewinnen. Den Derbysieg machte Traiskirchen – das weiterhin auf Kevin Payton und Shawn Ray verzichten musste – mit einer perfekten Team-Defense in Halbzeit zwei fest. Während die Lions in den ersten 20 Minuten noch 47 Punkte zuließen, waren es in der zweiten Halbzeit nur noch 29. Erneut überragend war Pointguard Benedikt Danek: Der Nationalteamspieler machte 28 Punkte, traf dabei 8/11 aus dem Feld und verteilte 9 Assists. Fabricio Vay (16 PTS) war bei seiner Rückkehr in den Lions Dome zwar bester Scorer der Dukes, konnte aber die Niederlage nicht abwenden.

Die Swans Gmunden korrigierten umgehend ihre knappe Auftaktniederlage. Die Oberösterreicher fertigten den BC Hallmann Vienna daheim mit 88:63 ab. Eine aggressive Defensive ließ den Wiener-Routiniers schon in der ersten Halbzeit kaum Akzente. Die Gresta-Truppe bekam wenig offene Würfe, traf bis zur Pause nur 27% aus dem Feld. Gmunden agierte indes offensiv viel cleverer und lag nach 20 Minuten bereits mit +23 (44:21) voraus. Das Spiel war damit entschieden. Gmunden gefiel als Kollektiv – fünf Spieler scorten zweistellig – und hatte auch den größeren Anteil am Rebound (40:33). Bei Wien ging wenig: Stjepan Stazic, beim Auftakt noch mit 25 Punkten Top-Scorer, kam auf 6 Punkte, die gleiche Anzahl machten Reger Dowell (2 PTS) und Jason Detrick (4 PTS) miteinander. 

Vizemeister Oberwart Gunners – vor einer Woche noch im Supercup den ece bulls Kapfenberg unterlegen – eröffnete die Saison 17/18 mit einem Sieg gegen den UBSC Raiffeisen Graz. Die Burgenländer gewannen schlussendlich sicher mit 95:85 und landeten den 16. Sieg im 16. Heimspiel gegen Graz. Insgesamt war es der 18. Erfolg gegen die Steirer in Serie. Die Gunners zeigten vor allem in der ersten Halbzeit gute Intensität und Aggressivität, erspielten sich bis zur Pause ein +19 (49:30). Trotz des Ausfalls von KK Simmons (Oberschenkelverletzung; Anm.) zeigte Graz in der zweiten Halbzeit gute Ansätze, kam im Schlussviertel gar auf -7 heran (64:71). Schlussendlich spielten die Gunners den Sieg trocken nach Hause, vor allem dank 48% aus der Distanz. 4 von 6 Dreier traf bei seinem Debüt für die Gunners Cody Wichmann. Er kam am Ende auf 18 Punkte und 4 Rebounds. Bei Graz zeigte Darien Nelson-Henry auf: Der US-Import holte 20 Rebounds und warf 36 Punkte (14/15). 

Abgeschlossen wird die 2. Runde der ADMIRAL Basketball Bundesliga mit dem „Steirer-Derby“ zwischen den ece bulls Kapfenberg und den Raiffeisen Fürstenfeld Panthers. Das Spiel (Tip-Off um 19.00 Uhr) wird ab 18.55 live auf Sky Sport Austria übertragen.

 

Gunners logo rgb 2737pxOberwart GunnersUBSC Raiffeisen Grazubsc
95:85 (29:19, 49:30, 71:60)
Oberwart startet mit einem Sieg in die neue Saison und bleibt daheim gegen den UBSC Graz weiterhin ohne Niederlage Graz kassierte die 2. Saisonniederlage, ist gegen Oberwart bereits seit 18 Spielen ohne Sieg (letzter Erfolg am 3. Dezember 2012; 98:69).
Oberwart traf starke 47% aus der Distanz und verzeichnete 14 Steals.Graz hatte zwar Vorteile am Rebound (33:25), produzierte jedoch 24 Turnover.
Cody Wichmann
(18 PTS, 4 RB, 2 AS)
Darien Nelson-Henry
 (36 PTS, 14/15 FG, 20 RB)
Gregg 23, Dabney, Wichmann je 18Nelson-Henry 36, Richter 20, Maresch 17
Lluis Pino Vera, Headcoach der Gunners: „Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Da war die Intensität hoch und wir haben auch hart gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir gedacht, das Spiel sei schon gewonnen. Wir haben sie wieder ins Spiel gelassen. Graz hat dann mit ein paar getroffenen Würfen wieder Selbstvertrauen bekommen. Aber am Ende haben wir dann wieder gut attackiert – und das war der Schlüssel zum Sieg. Wir sind zwar ein junges Team, aber so etwas darf uns nicht mehr passieren.“Markus Galle, Headcoach vom UBSC: „Wir haben leider zu schwach gestartet. In der ersten Halbzeit haben wir bei weitem nicht das gezeigt, was wir können. In der zweiten Halbzeit haben wir dann viel besser agiert. Gelingt uns das über die volle Distanz, haben wir hier eine knappe Partie und vielleicht einen Sieg. Auch wenn heute KK Simmons gefehlt hat, haben wir gezeigt, dass wir guten Basketball spielen können.“
Georg Wolf, Spieler der Gunners: „Wir haben phasenweise gut unser Spiel umgesetzt. Aber wir haben noch Einiges vor uns. Auf uns wartet noch viel Arbeit, aber schlussendlich haben wir verdient gewonnen.“Anton Maresch, Kapitän vom UBSC: „Wir haben leider einen sehr kurzen Roster, eine dünne Personaldecke. Drei Leute haben heute über 40 Minuten gespielt, da ist eine Niederlage um zehn Punkte eine gute Leistung. Die Saison hat gerade erst begonnen und wenn wir noch Spieler bekommen, schaut das sicher besser aus.“
Die Gäste aus Graz starten mit schnellen Punkten ins Spiel, auf Seiten der Gunners sorgt Gregg für die ersten Punkte. Die aggressive Verteidigung der Gunners von Beginn an provoziert viele Ballverluste bei den Grazern. Nach einem Time-Out der Gäste sorgt Wichmann für seine ersten beiden Punkte bei den Gunners. Eine Minute vor Ende des 1. Viertels verwertet Dabney einen Dreier und bringt die Gunners dadurch erstmals +10 Punkte in Führung. Auch für die letzten drei Punkte in diesem Viertel sorgt Dabney, mit 29:19 geht es in die erste Viertelpause.

Das zweite Viertel startet sehenswert: ein Alley-Oop von Gregg nach Zuspiel von Wichmann. Die Grazer haben weiterhin Probleme mit der guten Verteidigung der Gunners. Die Gunners verwerten ihre Chancen nach den Ballverlusten der Gäste, nach 3:15 Minuten steht es 39:24. Bei den Gästen sind es Nelson-Henry und Maresch, die für Anschlusstreffer sorgen. Doch durch schnelle Angriffe bauen die Gunners ihre Führung weiter aus, nach 3 Minuten vor der Halbzeitpause steht es 49:28. Ohakwe sorgt noch für zwei Punkte bei den Gästen, Halbzeitstand: 49:30.

Anton Maresch eröffnet mit einem Dreier aus Down-Town. Die Gunners scheinen unkonzentriert, was zu Turnover und einfachen Punkten der Grazer führt. Richter verkürzt auf 56:47. Nach drei punktelosen Minuten auf Seiten der Gunners verwertet Wichmann einen Drei-Punkte-Wurf. Insgesamt hat das Spiel der Gunners jetzt vieles von seiner Attraktivität der ersten Halbzeit verloren. Nelson-Henrey, Dabney und Gentner sorgen für weitere Punkte auf Seiten der Heimmannschaft. Die Grazer beenden das Viertel wie es angefangen hat, Richter trifft einen Dreier zum 71:60.

Zu Beginn des 4. Viertels verkürzt Nelson-Henry mit zwei Treffern für die Grazer auf 71:64. Wieder ist es ein Dreier von Wichmann, der die Führung von +10 für die Gunners wieder herstellt. In der Defensive tun sich die Gunners gegen Darien Nelson-Henry weiterhin sehr schwer. Mit seinen 2,11 Metern ist er, wenn er in Ballbesitz ist, nicht zu stoppen. Szkutta und Blazevic punkten allerdings vom Dreier, Spielstand: 80:66, noch 6:30 Minuten zu spielen. Georg Wolf erhöht mit dem nächsten Dreier auf 90:74. Bei den Grazern hält Nelson-Henry unter dem Korb dagegen. Die Gunners lassen jedoch nichts mehr anbrennen und gewinnen das erste Meisterschaftsspiel verdient mit 95:85. 

 

swansSwans GmundenBC Hallmann Viennabc
88:63 (19:11, 44:21, 64:38)
Gmunden feierte den 15. Heimsieg über Wien und machte dadurch die unglückliche Auftaktniederlage bei Klosterneuburg vergessen. Wien kassierte die erste Saisonniederlage.
Gmunden führte das komplette Spiel, hatte Wien in allen Belangen unter Kontrolle.Wien traf nur 39% seiner Würfe aus dem Feld. Die zuletzt überragenden Routiniers Stjepan Stazic und Jason Detrick kamen gemeinsam auf nur 10 Punkte.
Alex Wesby
(12 PTS, 6 RB, 3 AS, 2 ST)
Andre Pierce
(18 PTS, 8/11 FG, 14 RB)
Murati 22, Friedrich 17, Klette 14Pierce 18, Hubalek 16, Hassan-Zadeh 9
Daniel Friedrich, Spieler der Swans: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Vor allem defensiv war das enorm gut. Wir haben Wien kaum Punkte gegeben – und diese ersten 20 Minuten waren der Schlüssel zum Erfolg. In der zweiten Halbzeit gab es dann wenige Schwächephasen, aber insgesamt haben wir den Sieg verdient nach Hause gespielt.“Luigi Gresta, Headcoach vom BCV: „Wir haben überhaupt kein gutes Spiel gezeigt. In der ersten Halbzeit waren wir deutlich schwächer als Gmunden. Wir waren in keinem Punkt ready. Wir wollten aggressiv spielen, waren aber nur bei einem Level von 40%. Darum nahm das Spiel diesen Ausgang. Wir werden auch von dieser Niederlage profitieren und schauen auf das nächste Spiel.“
Den besseren Start in die Begegnung haben die Swans, trotz einiger vergebener Chancen liegen sie nach etwas mehr als 4 Minuten mit 8:2 voran und es gibt eine frühe Wiener Auszeit. Danach kommen die Gäste etwas besser ins Spiel, bevor Gmunden eine 8-Punkte-Führung nach einem Viertel erspielen kann. In der 13. Minute gibt es die erste zweistellige Schwäneführung (26:15), nach dem 28:15 folgt die Gäste-Auszeit Nummer 2 (14.). Das kann aber nicht verhindern, dass die Hausherren jetzt endgültig die Kontrolle über die Begegnung übernehmen, ihren Vorsprung beständig ausbauen und mit einem 44:21-Vorsprung in die Kabinen gehen.

Auch im dritten Viertel lassen die Swans nichts anbrennen, und schaffen es mehrmals, ihren Vorsprung bis auf 29 Punkte auszubauen, zuletzt beim 61:32. Bis zur dritten Viertelpause kann der BC noch leicht verkürzen, mit 64:38 geht es in den Schlussabschnitt. Der beginnt mit zwei raschen Dreiern von Mustafa Hassan Zadeh und einer schnellen Auszeit der Swans in der 31. Minute (64:44). Auch danach kommen die Hausherren mit der Zonenverteidigung der Wiener nicht zurecht und der BC verkürzt noch auf 64:48 (32.). Dann beginnen die Schwäne aber von Downtown zu treffen und die Begegnung ist entschieden - am Ende siegt Gmunden mit 88:63. 

 

lionsArkadia
Traiskirchen Lions
Klosterneuburg Dukesdukes
82:76 (18:27, 42:47, 59:53)
Traiskirchen bleibt auch nach zwei Runden ungeschlagen. Sie gewannen nun schon das achte Spiel in Serie gegen Klosterneuburg. Klosterneuburg muss weiterhin auf einen Sieg in Traiskirchen warten. Die Dukes sind im Lions Dome schon seit sechs Spielen ohne Sieg (18. Oktober 2015; 75:70).
Ein enorm starkes drittes Viertel (17:6) ließ Traiskirchen das Spiel drehen. Klosterneuburg produzierte insgesamt 20 Turnover.
Benedikt Danek
(28 PTS, 8/11 FG, 9 AS)
Fabricio Vay
(16 PTS, 6 RB, 3 AS)
Danek 28, Güttl 10, Trmal M., Trmal F. je 9Vay 16, Greimeister 13, Miletic 11
Benedikt Danek, Spieler der Lions: „Es war ein sehr emotionales Spiel, wo wir zweimal einen 10-Punkte-Rückstand aufgeholt haben. Ich bin froh, dass wir mit zwei Siegen in die Saison gestartet sind – aber diese ist noch lange und wir müssen noch viel arbeiten.“Damir Zeleznik, Assistent-Coach der Dukes: „Wir hatten heute leider keine Antwort auf den hervorragend spielenden Benedikt Danek. Er hat uns mit seiner Spielintelligenz das Leben sehr schwer gemacht. Gratulation an die ganze Traiskirchner-Mannschaft. Wir haben wieder keine Intensität gezeigt, ähnlich wie gegen Gmunden.“
Zoran Kostic, Headcoach der Lions: „Es war wie in Fürstenfeld. Wir haben in der zweiten Halbzeit begonnen Defense zu spielen – und dann waren wir verdient besser.“Fabricio Vay, Spieler der Dukes: „Es war am Anfang schwer für uns, weil Traiskirchen top vorbereitet war. Sie haben unsere Schwächen eiskalt ausgenützt und wir haben keine Lösungen gefunden. Am Ende war Traiskirchen heute die bessere Mannschaft.“
Die Lions starten gegen die Dukes mit Danek, Güttl, M. Trmal, Andjelkovic und Brkic. Coach Ante Perica von Klosterneuburg lässt Leydolf, Burgemeister, Miletic, Pettinger und Greimeister beginnen. Angeführt von Danek starten die Lions gut und führen schnell mit 7:2. Die Dukes starten jetzt aber mit Ex-Löwe Vay am Feld einen 14:0 Run zu einer +9 Führung. Traiskirchen ist dabei öfters einen Schritt zu spät und lässt Burgemeister einfach scoren. Nach einem Timeout von Coach Kostic erholen sich die Löwen etwas und fallen bis zum Viertelende nicht weiter zurück.

Anfang des zweiten Abschnittes gelingt den Lions jetzt ein eigener Run von 18:27 auf 30:27. Blazevic beendet diesen aber mit einem schwierigen Dreier. Ein Aussetzer von F. Trmal hat ein technisches Foul zur Folge, dass die Dukes wieder in Führung bringt. Bis zur Viertelpause betreiben Güttl & Co. Schadensbegrenzung und liegen zur Halbzeit mit 42:47 zurück.

Die zweite Hälfte beginnen die Lions mit einem Dreipunktewurf von F. Trmal. Wieder F. Trmal, zwei Freiwürfe von Danek und Martin Trmal bringen Traiskirchen schnell wieder in Führung. Jetzt kassieren die Löwen zwei technische hintereinander für Flopping, einen Unterschied an der aktuellen Richtung des Spiels macht das aber nicht, bis zur letzten Pause erhöhen Brkic & Co. dank sensationeller Defense auf +6.

Die letzten zehn Minuten beginnen ausgeglichen, zwar können die LIONS ihren Vorsprung vergrößern, dafür gehen Coach Kostic aber die großen Spieler aus. F. Trmal, Andjelkovic und Brkic müssen mit dem jeweils fünften Foul auf der Bank Platz nehmen. Das stört die Lions aber keineswegs, angeführt von einem entfesselten Danek bleiben die Löwen vorne und wehren fast jeden Angriff der Dukes auf spektakuläre Weise ab. Am Ende gewinnen die Lions ein unglaubliches Spiel mit 82:76 und sind weiterhin die Nummer 1 in Niederösterreich.